Fortbildung
Cannabis und psychische Störungen
Cannabis ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Alltags und begegnet uns daher auch zunehmend in psychiatrischen Einrichtungen. Die Wechselwirkungen zwischen Cannabiskonsum und verschiedenen psychischen Erkrankungen – wie Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, ADHS oder Psychosen – sind wissenschaftlich belegt. Dabei stellen sich wichtige Fragen: Wie äußern sich diese Wechselwirkungen konkret? In welchem Ausmaß kann der Konsum den Verlauf einer Erkrankung beeinflussen oder verschlechtern? Wird Cannabis möglicherweise genutzt, um Symptome oder Nebenwirkungen von Medikamenten zu mildern? Und gibt es Situationen, in denen sowohl der Konsum als auch die Erkrankung auf gemeinsame Ursachen zurückzuführen sind?
Für Fachkräfte ergibt sich daraus die Herausforderung, im beruflichen Alltag einen reflektierten und professionellen Umgang mit diesen Wechselwirkungen zu finden und eine klare Haltung zu entwickeln. Die aktuellen Entwicklungen rund um den Einsatz von Cannabis als Medikament bringen sowohl neue Perspektiven als auch Unsicherheiten für Betroffene und Behandelnde mit sich. Häufig wird Cannabis gerade bei den Erkrankungen diskutiert, für deren Entstehung oder Verschlimmerung es ebenfalls mitverantwortlich gemacht wird.
Zielgruppe: therapeutische, pädagogische & medizinische Fachkräfte
Format: Teamfortbildung / Inhouse-Seminar
Fortbildung
Auswirkungen der Cannabisregulierung
Die Diskussion erfolgte Regulierung (in der Diskussion meist Legalisierung genannt) des Cannabiskonsums in Deutschland führt zu viel Verunsicherung sowohl bei unserer Klientel als auch auf der Seite von uns Betreuer:innen.
In dieser Fortbildung soll es zum einen darum gehen, grundsätzliches Wissen zu Cannabis und zu dessen möglicher Auswirkung auf psychische Erkrankungen zu erarbeiten. Des Weiteren soll vermittelt werden, was zurzeit schon in Bezug auf den Konsum von Cannabis erlaubt ist (Cannabis als Medizin), was im Cannabisgesetz wirklich steht, und schließlich welche Erfahrungen mit Regulierung von Cannabis in anderen Ländern gemacht worden sind.
Ein weiterer Schwerpunkt soll auch darauf liegen, eine eigene Haltung zu diesem Thema zu entwickeln und auch Möglichkeiten für die Auseinandersetzungen mit Klient:innen zu erproben.
Zielgruppe: therapeutische, pädagogische & medizinische Fachkräfte
Format: Teamfortbildung / Inhouse-Seminar
Fortbildung
Motivierende Gesprächsführung (MI)
In unserem beruflichen Alltag begegnen wir immer wieder Menschen, die unsere Angebote für Gespräche über notwendige Veränderungen im Verhalten zunächst ablehnen. Häufig liegt dies daran, dass entweder kein Problembewusstsein vorhanden ist oder starke ambivalente Gefühle eine offene Auseinandersetzung erschweren. Bestehen wir zu sehr auf den Nutzen und die Wichtigkeit von Verhaltensänderungen, kann dies bei unserem Gegenüber häufig zu noch mehr Widerstand führen.
Die „Motivierende Gesprächsführung“ stellt in solchen Situationen einen besonders geeigneten Ansatz dar. Sie zielt darauf ab, ausgehend von vorhandenen Ambivalenzen, ein kooperatives Gespräch zu ermöglichen. Ursprünglich im Bereich der Suchtberatung entwickelt, findet diese Methode heute vielfältige Anwendung im Gesundheits- und Sozialwesen. Das Ziel dieses sehr übungsorientierten Seminars ist es, die grundlegenden Prinzipien der motivierenden Gesprächsführung zu vermitteln und erste praktische Umsetzungsmöglichkeiten für den beruflichen Alltag aufzuzeigen.
Zielgruppe: therapeutische, pädagogische & medizinische Fachkräfte
Format: Teamfortbildung / Inhouse-Seminar
Umfang, Dauer und inhaltliche Schwerpunkte der Fortbildungen können an den Bedarf Ihrer Einrichtung
angepasst werden. Ihre Anfragen richten Sie bitte an: